Ansprechpersonen:

Dr. Christoph Hackspiel (DW -65, Email)
Dipl.-HTL-Ing. Klaus Peter Schober (DW -38, Email)

Prüfung eines Holz-Glas-Verbundelementes

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Baustatik

Der Fachbereich Baustatik beschäftigt sich mit der Statik im Holzhausbau und Holzbau. Dies umfasst die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit von Wand-, Dach- und Deckenelementen gegen Einwirkungen wie Eigengewicht, Nutzlasten und Schnee sowie die Stabilität der Gebäudestruktur gegen Einwirkungen wie Wind und Erdbeben.
Augenmerk wird dabei auf das Tragverhalten des Einzelbauteils sowie die kraftschlüssige Verbindung der Bauteile untereinander gelegt.

Forschung und Entwicklung

Gebäudeaussteifung im Holzhausbau

Ein abgeschlossenes und zwei laufende Projekte behandeln die Gebäudeaussteifung im Holzhaus durch verschiedenartige Wand- und Deckensysteme in Holzrahmen- und Holzmassivbauweise. Untersuchungsmittelpunkt ist sowohl die experimentelle und rechnerische Ermittlung der Wandscheibentragfähigkeit als auch der Anschluss der Bauteile mittels verschiedenartiger Verbindungsmittel.
Die Entwicklung einer praxisnahen Bemessungshilfe für den Einfamilienhausbereich nach Eurocode 5 ist ein Ziel des Projekts.

Erdbebensicheres Bauen

Durch die, vom Eurocode geforderten, höheren Anforderungen an Gebäude hinsichtlich Widerstand gegen Erdbebeneinwirkungen wurde in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien ein Forschungsprojekt bearbeitet, welches die Vorteile der leichten Holzbauweise hinsichtlich der Erdbebensicherheit erneut bestätigen konnte. Im Projektmittelpunkt stand die Steifigkeit von Holzmassivbauwänden und deren Verbindung mit dem Gebäude.

Statisch wirksamer Holz-Glas-Verbund

Ein aktuelles Projekt behandelt die Aktivierung der statischen Tragfähigkeit von raumhohen Verglasungen zur Gebäudeaussteifung durch Verklebung mit der Holztragstruktur. Die bereits vorhandene Eigenschaft des Glases wird genutzt und bietet neue architektonische und gestalterische Anreize durch transparente Tragstrukturen. Das Forschungsprojekt umfasst sowohl die Quantifizierung der statischen Tragfähigkeit als auch die Entwicklung eines praxisgerechten Fassadensystems.

Prüfung und Überwachung

Bauteilprüfungen zur Ermittlung der statischen Tragfähigkeit

  • ÖNORM EN 408 (Ermittlung der Biegefestigkeit von Wand- und Deckenelementen)
  • ÖNORM EN 594 (Ermittlung der Wandscheibentragfähigkeit und –steifigkeit)
  • Prüfungen des Anforderungsprofils einer europäisch-technischen Zulassung für Holzrahmen- und Holzmassivbauweisen.
  • ETAG 019 – Vorgefertigte Tafeln aus Holz- und Holzwerkstoffen

Weitere Dienstleistungen

Entwicklung innovativer Bausysteme

In Kooperation mit Industriepartnern werden Weiterentwicklungen und Innovationen im Bereich der Tragstrukturen von Holzgebäuden durchgeführt. Dies reicht von Beratungsgesprächen über Hilfestellungen bei der Planung bis hin zur Prototypenprüfung und Bewertung von Bauteilen.

Beratung bei der Vorbereitung und Durchführung einer ETZ

  • Gespräche mit dem OIB
  • Erwirken eines Anforderungsprofils
  • Ausarbeiten eines Versuchsplanes
  • Durchführung des Versuchsplans

Besondere Einrichtungen

  • Bauteilprüffeld mit 4 hydraulischen Druckzylindern (1 x 100 kN, 1 x 200 kN, 2 x 300 kN) für Wandelemente (hmax = 4,00 m, lmax = 5,00 m) und Deckenbauteile (lmax = 6,00 m, bmax =2,40 m)
  • Zugprüfmaschine (1.200 kN)
  • Universalprüfmaschine (275 kN)

 

Weiterführende Informationen finden Sie auch unter:

Hausbau

Mehrgeschoßiger Holzbau

Ingenieurholzbau

Verbindungsmittel