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DI Angelika Rubick (DW -838, Email)

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Innovation durch Infrastrukturförderung

COIN - Cooperation & Innovation - ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), die von der Österreichischen Forschungsförderungegesellschaft (FFG) abgewickelt wird.

Erklärtes Ziel ist die Verbesserung der Innovationsleistung Österreichs durch die Entwicklung der FEI Infrastruktur, speziell an anwendungsorientierten Forschungseinrichtungen, wie z.B. den Instituten der Austrian Cooperative Research (ACR). Durch den Aufbau essentieller Infrastruktur, werden die Einrichtungen zu noch stärkeren Partnern für die Wirtschaft.

Ein besonderer Schwerpunkt und auch Voraussetzung für die Förderung, ist der Nachweis des tatsächlichen Bedarfs an den geplanten Forschungsthemen. Dieser wird nicht, wie sonst üblich, im Projektantrag prognostiziert, sondern auch während der Projektlaufzeit durch den Fördergeber evaluiert. Bereits nach zwei, von zumeist fünf Projektjahren, müssen 10% der Projektsumme als Forschungsfolgeaufträge nachgewiesen werden. Dadurch werden die Anwendungsorientierung und die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, insbesondere KMUs, forciert.

Das Programm wurde 2008 gestartet und bis dato fünf mal ausgeschrieben. Von den insgesamt über 670 eingereichten Anträgen wurden 190 Projekte mit über 80 Mio € gefördert. Davon haben die Institute der ACR über 50 FEI-Projekte eingereicht. 18 Projekte mit insgesamt rund 15 Mio. € Fördersumme wurden von der FFG genehmigt, wobei die Förderquote je Projekt bei ca. 70% lag.

Die Projektvolumina reichen von etwa 250.000 € bis über eine Mio €, wobei die Mehrzahl bei Projekten zwischen 600.000 € und 1,2 Mio € liegt. Die absolute Obergrenze der Förderung beträgt 2 Mio €.

Die thematische Spanne der bisher geförderten COIN „Aufbau“-Projekte ist relativ breit. Schwerpunkte liegen im Bereich Energie und Umwelt, Materialwissenschaften, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie LifeSciences. Es gibt aber auch einige Projekte (v.a. Fachhochschulstudiengänge) mit geringer technischer Orientierung, beispielsweise im Bereich der Sozialwissenschaften.  

Entsprechend der mit dem BMWFW abgestimmten Planung, soll auch 2015 im Herbst eine weitere Ausschreibung mit einem Budget von rund 9 Mio EUR gestartet werden.

Erfolge der Holzforschung Austria

Die HFA ist seit Jahren erfolgreich in dieser Programmschiene aktiv und unterstützt mit dem Aufbau von Infrastruktur die österreichische Wirtschaft. Der Anteil der Projekte der HFA an der Gesamtförderung der ACR -Institute von 15 Mio € ist mit mehr als 3 Mio € beachtlich.

Im Jahr 2010 wurde der Aufbau eines Forschungsverbundes rund um das Thema Aufbereitung von Biomasse erfolgreich gestartet. Das COIN-Projekt „BioUpgrade“ wird als Konsortium mit den beiden ACR-Instituten Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik (ofi) und Österreichischer Kachelofenverband (KOV) umgesetzt. Herzstück ist dabei ein europaweit führendes Technikum zur Aufbereitung und Veredelung von Biomasse, das 2013 im Wiener Arsenal eröffnet wurde.

Im Sinne eines nachhaltigen Wachstums wurde ein Jahr vor Ablauf von „BioUpgrade“ nach einem weiteren Forschungsschwerpunkt gesucht, der durch fehlende FEI Infrastruktur bisher nicht ausreichend bearbeitet werden konnte. Fündig wurden die Experten der HFA beim Thema Akustik, speziell im tiefen Frequenzbereich. Durch die Größe der notwendigen Investition und die Komplexität der Thematik, ist es bisher noch keinem anderen Forschungsinstitut gelungen ein entsprechendes Vorhaben umzusetzen. Das hochqualifizierte Konsortium des Projektes „Akustik Center Austria“, bestehend aus der Technischen Universität Wien (TU Wien) und dem Technologischen Gewerbemuseum (TGM), hat jedoch die besten Voraussetzungen. Konzipiert und gebaut wird ein 1000 m2 großer Akustik-Prüfstand am Standort Stetten bei Korneuburg.