Ansprechpersonen:

Mag. Andrea Steitz Tel.: (DW -37, Email)

Bakterienkolonien
Mit Acridinorange gefärbte Bakterienkolonien
DNA-Extraktion
DNA-Extraktion
DGGE
DGGE-Screening einer Clone library
Aufbereitung der DNA-Fingerprints

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Molekularbiologie

Der Fachbereich Molekularbiologie beschäftigt sich mit Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Algen) an Oberflächen, in der Erde, in aquatischem Milieu und in Biofilmen. Weiters werden PCR-basierende Methoden „Fingerprints“ wie z.B.: DGGE und t-RFLP für Monitoring von mikrobiellen Gemeinschaften (Bakterien, Pilze) in aquatischen Systemen (natürliche Wässer, Prozesswässer,..), Biofilmen, Boden, Fassaden und Holz eingesetzt. Mit Hilfe von spezies-spezifischer PCR, Klonierungen und Sequenzierungen werden Mikroorganismen identifiziert.
Durchgeführt werden Forschungsprojekte und kundenspezifische Auftragsarbeiten in den verschiedensten Bereichen, in welchen Mikroorganismen involviert sind.

Forschung und Entwicklung

Erfassung von Hausfäule (z. B. Hausschwamm) mit molekularbiologischen Verfahren

Hausfäulepilze wie der Hausschwamm können wirtschaftliche Schäden verursachen und unter Umständen auch die Gesundheit von Menschen gefährden. Üblicherweise werden zur Bestimmung der Schadorganismen makro- und mikroskopische Merkmale herangezogen oder traditionelle, zeitaufwendige mikrobielle Methoden der Isolation und Kultur eingesetzt. Die im Rahmen eines Projektes erarbeiteten molekularbiologischen Nachweismethoden, eröffnen neue Diagnosemöglichkeiten, Pilze können anhand der „genetischen Fingerabdrücke“ erkannt werden.

Oberflächenbewuchs von Algen, Pilzen und Bakterien

Fassadenanstriche werden relativ rasch von Mikroorganismen besiedelt. Eine optimale  biozide Ausrüstung der Anstrichsysteme zu finden und eine Methode zu entwickeln, die eine schnelle Beurteilung der biologischen Wirksamkeit der Biozide auf der Anstrichoberfläche gestattet, waren die Ziele der Untersuchungen.

Sukzession von Mikroorganismen

In einem derzeit aktuellen Projekt werden mögliche zeitliche Korrelationen zwischen mikrobieller Sukzession und Wirkstoffabbau in, mit Holzschutzmittel imprägnierten Leitungsmasten, sowie Zusammenhänge zwischen Auftreten von Schädlingen in der Boden-Luft-Zone (Bodenproben) und der nachlassenden biologischen Wirksamkeit untersucht.

Mikroorganismen in Biofilmen

Die Entwicklung von Biofilmen in Industrieanlagen wurde mit Hilfe von Fingerprinttechnik  (DGGE) untersucht und mit korrespondierenden Parametern in Relation gesetzt. Durch Klonierungstechnik konnten die am Aufbau des Biofilms beteiligten Bakterien auch identifiziert werden.

Holzlagerung

Die Entwicklung von Mikroorganismen wurde mit molekularbiologi-
schen Methoden an verschieden gelagertem Holz  untersucht. Die Beurteilung der Lagerungsmethoden bezüglich dem Auftreten von Bläuepilzen und Bakterien stand im Vordergrund dieser Arbeit.

Früher Nachweis von Schimmel und Bläue an modifiziertem Holz

Im Rahmen eines derzeit laufenden Projektes wird beschichtetes modifiziertes Holz nach Freilandexponierung mit molekularbiologischen Methoden auf Schimmel und Bläue untersucht. Es wird eine Methode der Früherkennung von Schimmel und Bläue entwickelt, die unter anderen als Grundlage zur Bewertung von Beschichtungssystemen dienen soll.

Molekularbiologische Untersuchungen des oberflächlichen Bewuchses von Terrassenbelägen

In Abhängigkeit zu den unterschiedlichen Belagsmaterialien und Oberflächenbeschaffen-heiten sollen der oberflächliche Bewuchs und die im auftretenden Biofilm wesentlich beteiligten Organismengruppen molekularbiologisch untersucht werden. Mit einer quantitativen PCR können diese Organismengruppen (vorgesehen sind Untersuchungen hinsichtlich Bakterien, Cyanobakterien, Grünalgen, Ascomyceten und Basidiomyceten ) nicht nur qualitativ nachgewiesen werden, sondern es kann auch eine Aussage über die mengenmäßige Verteilung der vorkommenden Organismen getroffen werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen mit dem Rutschverhalten der Belagsmaterialien in Beziehung gesetzt werden.

Molekularbiologisches Befallsmonitoring zur Biozidbedarfserhebung im Sägewerk

Ziel ist es, die Schutzanforderungen für frisch eingeschnittenes Holz auf den jahreszeitlichen Besatz von Mikroorganismen, abhängig von geografischen und den lokalen Umgebungsbedingungen mit molekularbiologischen Verfahren zu eruieren und darauf basierend die Wirkstoffzusammensetzung von Konservierungsmitteln abzustimmen. Dabei wird die tatsächliche Pilzbesiedelung auf dem Holz mittels DGGE, quantitativer PCR und Klonierungstechniken erforscht.

Prüfung

Der Fachbereich Molekularbiologie führt DNA-Analysen zur Bestimmung von Hausfäulepilzen wie etwa dem Hausschwamm durch. Laut ÖNORM B 3802-4 besteht die Möglichkeit, DNA zur Identifizierung von im verbauten Holz vorkommenden holzzerstörenden Pilzen zu verwenden, wenn das vorhandene Pilzmaterial oder mit Pilzmaterial überwachsene Baustoffe nicht korrekt mit traditionellen Methoden bestimmt werden können.
Download „DNA-Analyse zur Bestimmung von Hausfäulepilzen/Hausschwamm“

Weitere Prüfungen auf Anfrage. 

Besondere Einrichtungen

  • PCR (Polymerase Chain Reaction)
  • Quantitative PCR (q-PCR)
  • DGGE (Denaturierenden Gradienten Gel Elektrophorese)

Weiterführende Informationen finden Sie auch unter:

Holzschutz

Zellstoff und Papier