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Der Fachbereich Holzarten und Holzanatomie beschäftigt sich mit strukturellen mikroskopischen Untersuchungen von Holz und Holzwerkstoffen, mit der Holzartenbestimmung sowie mit mechanisch-technologischen Eigenschaften des Holzes.
In Forschungsarbeiten ist es gelungen, Holz im Rasterelektronenmikroskop zu belasten, den Bruchfortschritt "live" zu verfolgen und die Bruchmechanik auf einer mikroskopischen Ebene zu beobachten. Die Ergebnisse lieferten neue Erkenntnisse über bevorzugte Brucheinleitungsstellen und Bruchmuster in der holzanatomischen Struktur.
Im Zuge der Entwicklung von neuen Holzwerkstoffen wurden strukturelle Untersuchungen von verdichtetem Vollholz durchgeführt. Dadurch wurden die im Holzgewebe vorhandenen durch die Verdichtung hervorgerufenen Verformungen veranschaulicht und Rückschlüsse auf die technologischen Eigenschaften der Holzwerkstoffe ermöglicht.
Mikroskopische Untersuchungen von Klebstofffugen geben Aufschluss über die Penetration von Klebstoffen ins Holz und die Fugenausbildung bei unterschiedlichen Klebstoffen, Auftragsmengen und Oberflächenqualitäten des Holzes. An Keilzinkenverbindungen wurden mikroskopische Untersuchungen zur Brucheinleitung und –fortpflanzung bei Zugbelastung durchgeführt.
Bei Holzarten von besonderem Interesse, für die noch keine ausreichende Literaturdaten vorliegen, können mechanisch-technologische Eigenschaftskennwerte (z.B. Zug- Druck- Biege- und Schubfestigkeit, Elastizitätsmodul, Rohdichte, Quell- und Schwindmaße etc.) ermittelt werden.
Mikroskopische und makroskopische Merkmale des Holzes ermöglichen die Bestimmung von Holzarten. Dies erfolgt anhand von mikroskopischen Schnittpräparaten in den holzanatomischen Hauptschnittrichtungen des Holzes, die aus Spanproben oder größeren Probekörpern des zu untersuchenden Materials hergestellt werden. Zur Bestimmung wird die Fachliteratur und die Holzartensammlung der Holzforschung Austria herangezogen.